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Im Rahmen eines Festaktes wurde von LR Anton Steixner Österreichs erstes Großunfall- und Katastrophenfahrzeug, aufgebaut vom Traditionsunternehmen EMPL, an das Tiroler Rote Kreuz übergeben.

 

Der Name EMPL ist im Feuerwehr- / Rettungswesen bestens bekannt für individuelle, zuverlässige Aufbauten von höchster Qualität. Dies war unter anderem auch ausschlaggebend für die Zusage vonseiten des Landes Tirol für den Bau eines Großunfall-Fahrzeuges (GUF) auf MAN TGM 13.280 4x4 BL. Dieses Fahrzeug dient dem Roten Kreuz zur effizienten Einsatz-Abwicklung bei Großunfällen und Katastrophen-Ereignissen und kam das erste Mal erfolgreich bei der diesjährigen EURO in Innsbruck zum Einsatz.

 

Das 15 Tonnen schwere und 280 PS starke Fahrzeug, mit welchem rund 50 Betroffene / Verletzte gleichzeitig fachgerecht versorgt werden können, besticht durch zahlreiche Besonderheiten.

Der Mannschaftsraum bietet Platz für   1 GUF -Maschinist sowie 5 ausgebildete Mitarbeiter aus SEG - SAN und SEG -Technik/Versorgung. Neben Ablagefächern für Helme wurden dort Halterungen für Ordner und Rettungsrucksäcke sowie eine mobile Kommandozentrale montiert.

 

Der Geräteaufbau wurde gemäß dem bei EMPL seit Jahren erfolgreich angewandten Aufbauprinzip „Fire Fighter Alu-Tech“ aus Alu-Sandwich-Paneelen gefertigt, woraus Vorteile wie Rostfreiheit, geringes Gewicht, lange Lebensdauer, optimale Verwindung des Fahrgestells bei Fahrten im unwegsamen Gelände, u.v.m. resultieren.

 

Auf beiden Seiten befinden sich je 3 abschließbare Geräteräume, die mit Alu-Rollläden staub- und wasserdicht abgeschlossen sind (Barlock-System).

 

Der Innenausbau der Geräteräume ist – wie bei EMPL üblich – variabel gestaltet. Höhenverstellbare Aluminium–Fächer mit C-Schienen und Lochschienen gewährleisten eine optimale Raumausnutzung. Einsatzspezifische Halterungen, Ablagen und Wannen sowie Druckluftanschlüsse und Abgasschläuche wurden ebenfalls vorgesehen. Auch das Dach bietet mit 3 innenbeleuchteten Dachkästen genügend Stauraum.

 

Zu den weiteren Ausstattungselementen zählen neben einem pneumatischen, elektrisch dreh- und schwenkbaren, Lichtmast (2 x 1.500 Watt) eine integrierte Umfeldbeleuchtung, eine Rückfahrkamera, ein Kühlschrank und eine Elektroheizung. Der störungsfreie Betrieb wird durch die vorgesehene Fremdstrom-Einspeisungseinrichtung bzw. den eingebauten Stromgenerator sicher gestellt. Für die optimale Sicherheit der Einsatzkräfte wurde ebenfalls gesorgt. Neben zusätzlichen Blitzleuchten befindet sich am Fahrzeug auch eine Heckwarnanlage.

 

Um bei Großunfällen einen sofortigen, reibungslosen Einsatz zu gewährleisten, wurde das GUF mit allen lebensrettenden Ausrüstungsgegenständen und Materialien wie z.B. 6/3 MEGUS , 8 zusätzliche MEGUS -Rucksäcke, 5 FRED (Defibrillatoren), 20.000 Liter medizinischer Sauerstoff, 4 Zelte, 50 Tragen, 15 Feldbetten, Einsatzleiterset und vielen weiteren medizinischen / technischen Arbeitsmitteln ausgestattet.

Das Groß-Unfall und Katastrophen-Fahrzeug wurde vom Land Tirol im Hinblick auf die Fußball-Europameisterschaft finanziert. Die Kosten beliefen sich auf 325.000,- EURO. Mit dieser Fahrzeugbeschaffung wurde ein wesentlicher und nachhaltiger Beitrag zur Katastrophen-Vorsorge in Tirol geleistet.