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Um den Brandschutz der in Bau befindlichen Metro in Qingdao (China) gewährleisten zu können wurde von den örtlichen Behörden ein Zweiwegefahrzeug ausgeschrieben, welches nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Schiene zum Einsatz kommt. Die Entscheidung zur Entwicklung dieses Sonderfahrzeuges fiel – nach einer internationalen Ausschreibung - auf die Firma Empl. Nun wurde das Fahrzeug offiziell übergeben.

 

Die Ausarbeitung eines Konzepts für diese Sonderlösung aus dem Hause Empl  nahm ein Jahr in Anspruch. Zahlreiche Besprechungen und Abstimmungen zwischen dem Metrobetreiber, der städtischen Feuerwehr und den Experten der Firma Empl waren für dessen Finalisierung erforderlich.

 

SCHIENENFAHREINRICHTUNG

Die größte Herausforderung bei der Konzeption dieses Fahrzeugs waren die topographischen Gegebenheiten von Qingdao. Die Stadt liegt in einem sehr hügeligen Gebiet, wobei teilweise extreme Höhenunterschiede im Streckennetz der dortigen Metro überwunden werden müssen, wobei die Entwicklung einer speziellen Schienenfahreinrichtung erforderlich war.

Die Schienenfahreinrichtung besteht aus einem hydraulisch betriebenen Hebesystem, wobei das hintere Drehgestell um 90° schwenkbar ist und mittels Fernbedienung gesteuert werden kann. Aufgrund der Schwenkeinrichtung des Drehgestells wird die vom Kunden geforderte, durch Hindernisse begrenzte,  sehr kurze Aufgleisstrecke des 12m langen Fahrzeuges, ermöglicht.

Aufgrund des äußerst engen Lichtraumprofils, welches vom Metrobetreiber vorgegeben wurde, musste die gesamte Schienenfahreinrichtung sehr kompakt gestaltet werden. Weiters waren erhebliche Umbauarbeiten am Fahrgestell MAN TGS 33.440 notwendig um dieser Vorgabe zu entsprechen.

 

Das Zweiwegefahrzeug verfügt neben den zum Schienenbetrieb notwendigen Einrichtungen wie SIFA (Sicherheitsfahreinrichtung), Signal- und Warnanlage sowie Erdungseinrichtungen auch über einen manuellen Notbetrieb. Um die Steuerung des Schienensystems für die Besatzung möglichst intuitiv zu gestalten wurden sämtliche Bedienelemente für den Schienenbetrieb auf jene für den Straßenbetrieb des Fahrgestells angepasst.

 

FEUERWEHRTECHNISCHER AUFBAU

Das Fahrzeug wurde nach dem bei Empl seit Jahren erfolgreich angewandten Aufbauprinzip „Fire Fighter MOD-Tech“ aus Alu-Sandwich-Paneelen gefertigt, wobei ein 4.000l Wasser- sowie ein 1.000l Schaummitteltank installiert wurden. Herzstück ist die Empl Feuerlöschkreiselpumpe NP 3000 FPN 10/3000. Die Heckeinbaupumpe ist komplett öl- und absolut wartungsfrei und ermöglicht einen „Pump & Roll“ Betrieb auf Schiene sowie auf der Straße.

Das Empl-Kabinenmodul verfügt über 4 Sitzplätze mit Empl-Eagle Atemschutzhalterungen - zusätzlich sind auch Fahrer und Beifahrer mit diesem System ausgestattet – somit steht für jedes Besatzungsmitglied ein Pressluftatmer zur Verfügung.

Um den besonderen Einsatzbedingungen, wie bspw. Verrauchung im Tunnel, zu begegnen sowie eine optimale Sicherheit für die Besatzung zu gewährleisten, verfügt das Fahrzeug neben erweiterter Xenon-Zusatzbeleuchtung über einen Xenon Lichtmast, LED-Beleuchtung in den Griffstangen, an sämtlichen Auftritten sowie LED-Umfeldbeleuchtung über die gesamte Fahrzeuglänge.

Ein Infrarotkamerasystem am Heck sowie am Schienenfahrwerk gewährleistet ein schnelles, sicheres und präzises Eingleisen des Fahrzeuges auch unter schlechten Sichtverhältnissen.

Zur Brandbekämpfung verfügt das Fahrzeug über zwei, von der Fahrerkabine aus individuell steuerbare Wasser-/Schaummonitore am Dach sowie an der Front. Zum Schutz des Fahrzeuges ist weiters eine Selbstschutzanlage verbaut. Im feuerwehrtechnischen Aufbau befindet sich umfangreiche Beladung zur Brandbekämpfung, technischen Hilfeleistung (hydraulisches Rettungsgerät, Trennschleifer, Hebekissen, etc.) sowie Schutzausrüstung für die Einsatzkräfte (Hitzeschutzanzüge, Chemieschutzanzüge, etc.).

 

 

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